Einfach Metall schneiden – Bandsägen im Test

Wenn du öfters mit Metall arbeitest, wirst du an den Punkt kommen, wo du eine Möglichkeit suchst um Metallprofile, Rundstäbe oder Rohre exakt im Winkel zu schneiden. Nachdem du dich dann über Winkelschleiferständer, Trennjäger oder Kaltkreissägen informiert hast, wirst du wahrscheinlich irgendwann auf Bandsägen gestoßen sein. Deshalb stellen wir dir in diesem Artikel zwei Mittelklasse-Bandsägen vor – die FEMI SN 120 XL G (bzw. die baugleiche FEMI 784 XL G) und die Optimum OPTIsaw SP 13 V. Viel Spaß bei unserem Werkzeugtest…

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Was kann eine Metallbandsäge?

Eine Metallbandsäge ist dafür da um Halbzeuge aus Stahl und NE-Metalle zu trennen. In erster Linie sind das Metallprofile, aber auch Vollmaterialien lassen sich mit diesen Sägen auftrennen.

Der Vorteil gegenüber einem Winkelschleifer oder einem Trennjäger ist, dass die meisten Sägeschnitte kalt sind, und so auch keine Funken oder Verzug durch Hitze entstehen können. Deshalb kannst du das Bauteil nach dem Sägen natürlich gleich anlangen.

Metallbandsägen gibt es in verschiedenen Größen. Die OPTIsaw SP 13 V und die FEMI 120 XL G sind mit einem Gewicht von 19,5 kg bzw. 17,5 kg ein Größe, die du noch gut auf die Baustelle mitnehmen kann. Aber natürlich kannst du sie wie wir, auch stationär in der Werkstatt betreiben.

Welche Faktoren sind bei einer Metallbandsäge wichtig?

Um diese Frage zu beantworten, muss man natürlich erst mal wissen, was du mit der Metall-Bandsäge machen möchtest? Dann stellt sich die Frage, welche Materialien und bis zu welcher Größe möchtest du sägen?

Generell lässt sich wahrscheinlich sagen, dass der Spannbereich der Säge das Wichtigste ist. Hier musst du entscheiden bis zu welcher Dicke du Profile schneiden möchtest und nach diesen Kriterien deine Bandsäge dann auswählen.

FEMI SN 120 XL G und Optimum Optisaw haben ähnliche Schnittdaten

Im Großen und Ganzen haben die FEMI Bandsäge und die OPTIsaw relativ identische Schnittdaten, wie du in der unteren Auflistung sehen kannst. 

Schnittdaten FEMI bei 90 °

Schnittdaten OPTIsaw bei 90 °

Schnittdaten FEMI bei 45 °

Schnittdaten FEMI bei 90 °

Bei der Winkeleinstellung hat aber die Optimum OPTIsaw deutlich die Nase vorne gegenüber der FEMI SN 120. Bei der FEMI kannst du den Winkel nur von 0-45 Grad einstellen, bei der Optimum hingegen von 0-60 Grad.

Aber wenn du bei der FEMI einen 60 Grad Winkel benötigen solltest, kannst du natürlich auch von der anderen Seite 30 Grad abschneiden. Aber komfortabler einzustellen ist es natürlich bei der Optimum Metallbandsäge.

Beide Metallbandsägen haben eine elektronische Antriebssteuerung

Auch die Motorleistung liegt bei beiden Metallbandsägen relativ nah beieinander. Die FEMI SN 120 XL G hat eine Leistung von 1200 Watt, während die Optimum OPTIsaw SP 13 V 1000 Watt Leistung hat. 

Aber beim Sägen selber von verschiedenen Materialien ist uns der kleine Leistungsunterschied nicht aufgefallen. Was uns aber aufgefallen ist, ist die Lautstärke der Motoren. Die Optisaw ist doch um einiges leiser als die Femi.

Bei der Geschwindigkeitsregulierung haben wieder beide Sägen die gleiche Einstellungen. Mit einem Stellrad am Motor kannst du zwischen 6 Geschwindigkeitsstufen wählen. Das ist wichtig, wenn du verschiedene Materialien sägen möchtest, da Messing oder Alu mit einer deutlich höheren Bandgeschwindigkeit gesägt wird, als zum Beispiel Edelstahl. 

Die Regulierung der Geschwindigkeit funktioniert auch bei beiden Modellen ohne Probleme und an beiden Sägen ist ein Aufkleber mit den empfohlenen Geschwindigkeiten für die jeweiligen Materialien vorhanden.

Die Schraubstöcke funktionieren bei Femi und Optimum sehr gut

Beide Schraubstöcke erfüllen ihren Zweck und spannen die Metallteile präzise und sicher. Dennoch hat beim Schraubstock die OPTIsaw wieder ein bisschen die Nase vorne.

Der Schraubstock von der FEMI SN 120 XL G ist aus einer Spindel, Spannbacken und einem Abdeckblech gefertigt und der Längsanschlag wird an der Bodenplatte mit zwei Muttern befestigt. 

Bei der Optimum OPTIsaw ist der Schraubstock aus massiven Gusseisen und der Längsanschlag lässt sich direkt in den Schraubstock schrauben. Uns persönlich gefällt diese Variante besser als bei der FEMI.

Beim Sägebandwechsel hat die FEMI SN 120 XL G die Nase vorne

Bei der FEMI SN 120 klappt der Sägebandwechsel schneller als bei der OptiSaw, da sich die Abdeckung einfach schneller entfernen lässt. Bei der OPTIsaw müssen dafür einige Schrauben entfernt werden. Zudem hat die FEMI einen Spanngriff der beim Erreichen der richtigen Bandspannung durchrutscht. So ist gewährleistet, dass das Sägeband immer richtig gespannt ist.
Die Optimum Metallbandsäge hat dies nicht. Hier musst du das Sägeband nach Gefühl spannen, was aber auch gut klappt.

Auch bei den Antriebsrädern gibt es einen Unterschied. Bei der FEMI sind die Antriebsräder mit einem Gummi auf der Lauffläche überzogen. Die Optimum hingegen hat keinen Gummi auf der Lauffläche, aber dafür einen Metallbund, sodass bei der OPTIsaw, das Sägeband auch nicht verrutschen kann. Aber beide Techniken funktionieren gleich gut.

Wie genau sägen die Metallbandsägen im Test?

Natürlich lassen sich beide Bandsägen in der Winkeleinstellung justieren bei 45 und 90 Grad. Beide Metallbandsägen waren bei unserem Test von Werk aus schon perfekt eingestellt.

Die Winkelskala dient bei beiden Sägen eher als Orientierung, da die Striche zu breit sind. Hier mustt du also bei exakt benötigten Winkel mit einem Winkelmesser arbeiten.

Aber beim Schnitt selber arbeiten beide Sägen super. Sowohl bei 90 Grad, als auch bei 45 Grad waren beide Schnitte absolut im Winkel zu allen Seiten.

Auch die Oberflächengüte und die Gratbildung bestanden beide Sägen ohne Mängel.

Wichtig ist aber, dass das Sägeband auch perfekt zum Material passt. Da wir meistens Stahl sägen und nur gelegentlich andere Materialien, haben wir uns für ein Universalband aus Bi-Metall M42 entschieden und haben damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Fazit zum Test Metallbandsäge FEMI vs Optimum

Wir können sowohl die Optimum OPTIsaw SP 13 V, als auch die FEMI SN 120 XL G bedingungslos empfehlen. Die FEMI hat etwas mehr Motorleistung, dafür kann die Optimum etwa 5 mm Materialstärke verarbeiten. 
Die Optimum ist etwas massiver verarbeitet, dafür aber dann auch 2 kg schwerer. Dafür ist sie aber wiederum leiser , aber auch etwas teurer.

Aber auf das was es ankommt -das genaue Sägen – sind beide Bandsägen top. Sie sägen genau und machen auch schöne Oberflächen. Wir sind jedenfalls begeistert…..